Fertig
Camper

Ausbau: Dachfenster & Steckdose

Bevor der Ausbau weitergehen konnte, mussten wir erst das Dachfenster & die Steckdose einbauen. Nachdem wir bereits den Boden isoliert hatten, mussten erst alle Löcher gebohrt werden und wieder mit den entsprechenden Dingen verschlossen werden, also haben wir uns an den weiteren Ausbau des Dachfensters und der Steckdose gemacht.

Die Planung

Zunächst einmal, wer sich mit dem Renault Master III auseinandersetzt, wir feststellen, dass im Dach bereits eine Art Form für ein Dachfenster vorgestanzt ist. Wer sich dann weiter informiert, wird feststellen, dass es gar kein 100% passendes Fenster dazu gibt. Es gibt aber ein, was fast passt, bei dem man nicht unterschiedlich hohe Sicken ausgleichen muss. Und zwar ist es das Dometic Midi Heki. Jetzt kann man sich darum streiten, ob man es mit oder ohne Zwangsbelüftung kaufen möchte. Wir haben uns für die Belüftung entscheiden. Am Ende ist der einzige Unterschied eine Gummidichtung, welche man im Zweifel auch noch nachrüsten / wieder entfernen kann.

Material für den Ausbau

Weiterhin haben wir uns schlau gemacht, was wir noch benötigen. Unsere Einkaufsliste sah wie folgt aus:

Ausschnittsschablone Dachfenster

Der Ausschnitt

Nachdem wir uns alles zusammengesucht hatten, war es an der Zeit, das Loch auszuschneiden. Wir versicherten uns 5x, dass wir alles richtig gemacht haben, denn wenn das Loch einmal drin ist und zu groß ist, haben wir ein großes Problem. Wie ihr oben bei der Ausschnittsschablone sehen könnt, gab es einen breiten schwarzen Streifen als Außenlinie. Wir haben diesen bis zur Innenkante weggeschnitten und als Schnittkante verwendet. Natürlich war das viel zu klein und wir mussten im Anschluss super viel wegschleifen – was bei Blech übrigens keinen Spaß macht! Wenn das Loch groß genug ist und passt, denkt bitte daran, die Kanten zu entgraten, anschließend zu reinigen und mit Metalllack wieder zu versiegeln. Anderenfalls rostet euch das Dach an den Kanten einfach weg und das will doch keiner..

Die Zwischenschritte

Weiter geht die Vorbereitung des Dachfensters. Es muss ein Rahmen gebaut werden, da das Dachfenster ansonsten zu wenig Futter hätte, wo der Rahmen halten kann. Am besten schaust du vorher, welche Klemmen bei dem Dachfenster beiliegen, damit hinterher alles passt. Wir hatten die mittelgroßen Klemmen und haben glaub ich 22mm Balken verwendet. Wenn der Rahmen passt, das Fenster dazu passt, wird dieser mit Sikaflex angeklebt, fixiert und gewartet, bis das Sika ausgehärtet ist.

Der Fensterrahmen-Einbau

Das Einsetzen

Anschließend sind wir wieder aufs Dach gewandert und haben angefangen, die Höhenunterschiede auszugleichen. Dazu haben wir Butyldichtband um die Kante geklebt, bis das Fenster eine Auflagefläche auf dem Dichtband hat und somit gut abdichtet. Kleiner Vorteil vom Butyldichtband: Es hat den richtigen Verwendungszweck, klebt wie Hubatz und ist super dicht. Danach haben wir nochmal getestet ob das Dachfenster ins Loch passt und haben dann das DekaSeal aufgetragen und das Fenster eingesetzt. Danach haben wir nur noch die Klemmen des Fensters am Rahmen fixiert und tadaaaaa: es passt und wir sind glücklich!

Die Steckdose

Ganz ähnlich ging es bei der Steckdose. Wir haben das Loch für die Steckdose angezeichnet. Danach haben wir das Glück gehabt, einen Lochbohrer mit genau dem richtigen Durchmesser zu bekommen und haben den Rest mit einer Blechschere ausgeschnitten. Als alles groß genug war, wieder entgratet, lackiert und trocknen lassen. Wir haben uns entschieden, von der Gegenseite noch eine Holzplatte zu montieren, da der Druck, der an den 4 Mini-Schrauben herrschen würde, doch ziemlich doll für das Blech wäre. Also, Armaflex drunter, Holzplatte drauf und die Steckdose, welche vorher mit DekaSeal eingeschmatzt wurde, einsetzen und festschrauben. Zack und auch das wars dann schon.

Wir bereuen den eigenen Ausbau mit Dachfenster & Steckdose nicht. Bisher sind das Fenster sowie die Steckdose zu 100% dicht. Sprich: unsere Arbeit hat sich wohl gelohnt und viel Geld haben wir auch gespart – im Vergleich, wenn wir es in einer Fachwerkstatt hätten einbauen lassen.

Wir bauen unseren Renault Master III in L2H2 zum Camper aus. Er ist Baujahr 2014 und hatte beim Kauf 174.000 km runter. Trotzdem lieben wir ihn, als wäre es unser eigenes Baby. Er hat ganze 125 PS und hat den 2.3l Dieselmotor verbaut.
Du interessierst dich für den gesamten Ausbau unseres Campers?
Hier sind die weiterführenden Links:
CAMPER AUSBAU – VORBEREITUNG

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